Gesundheit bringt nichts!

Stell dir vor, du hast einen platten Reifen bei deinem Fahrrad oder Auto und willst damit in die Arbeit fahren. Du wirst dort mit ziemlicher Sicherheit ankommen. Nur wie? Es wird wahrscheinlich länger dauern, es wird viel anstrengender sein bzw. wirst du mehr Sprit verbrauchen, weil dein Energieaufwand sehr viel höher ist. Wenn du schon auf der Felge unterwegs bist, kann es auch schon ziemlich schmerzhaft werden. Der Reifen ist in diesem Fall deine Gesundheit!

Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als ich mir endlich meinen Herzenswunsch erfüllen wollte: Einen Hund.

Ich war damals auf der Suche nach einem ausgewachsenen Hund aus dem Tierschutz. Ein Welpe kam für mich nicht in Frage, weil ich mir das ganze „GschistiGschasti“ nicht antun wollte und sowieso jeder einen Welpen haben will. Ich bin auch gegen die Zucht, weil ich finde, dass es genügend arme Kreaturen im Tierschutz gibt, die auf einen Platz warten. Nichtsdestotrotz habe ich damals in der Zeitung in einer Annaunce gelesen, dass noch 2 kleine Racker aus einen ungewollten Wurf abzugeben wären. Ich wurde deswegen darauf aufmerksam, weil dieser Wurf nicht weit von meinem Zuhause weg war. Also rief ich dort an und am Abend bin ich dann auch gleich hingefahren. Dort angekommen läutete ich an der Tür und mir öffnete eine Dame so in meinem Alter und wie es aussah, gab es nicht nur beim Hund Nachwuchs, sondern auch sie war, ihrem Bauch nach zu urteilen, schon bald dabei Mama zu werden. Als sie mich freundlich hereinbat, konnte ich schon im Wohnzimmer ein gitterbettähnliches Gestell wahrnehmen, indem ein Haufen kleiner Fellknäuel herumtobte. Der Wurf war von ihrem Rüden, einem Terrier Mix und ihrer Labrador Hündin. Das waren 2 ihrer 4 Hunde. Natürlich war es niedlich und wirklich lustig, diesen herumtollenden kleiner Hunde-Babies zuzuschauen. In einer Ecke dieses chaotischen Haufens lehnte ein kleiner zerzauster Kerl, der aussah wie ein kleiner zerrupfter Straßenköter. Er trug den Namen Sky. Dieser Bastard lies anscheinend alles mit sich machen und war auch der geduldigste im Rudel. Ich erfuhr dann, dass der kleine Racker einer der beiden zu vergebenden Hunde war und ich wollte ihn auch sofort mitnehmen. Nur … ich wollte ja keinen Welpen, so süß er auch aussah.

Als ich mich so mit den Besitzern über Sky, den Wurf und ihre anderen Hunde unterhielt, kamen wir auf die Ernährung ihrer Hunde zu sprechen. Ihre Augen begannen sofort zu leuchten und ich merkte, dass das eines ihrer Themen war, wo sie wirklich sattelfest zu sein schienen. Sie sagte, dass sie ihre Hunden BARFèn (Bones and raw foods- Biologisch artgerechte Rohfütterung) und dass das so toll ist! Sie riechen nicht mehr, ihre Verdauung ist so toll und seit sie BARFèn sind ihre Hunde viel gesünder und was das Beste dabei ist: sie braucht keinen Tierarzt mehr!

Ich fand das wirklich sehr erstaunlich. Wie gut, dass sie sich da auskannte. Am erstaunlichsten jedoch fand ich eines: Ihr Mann, der neben ihrer kleinen Tochter bei meinem Besuch auch anwesend war und mit seinem Wissen glänzte, referierte gerade über die Ernährung, als er sich eine Zigarette anzuzünden und seinen Bauch, der unter seinem T- herauslugte, versteckte. Neben dem Packerl Zigaretten stand eine 2L Colaflasche und daneben lag eine Packung Chips, die dem Anschein nach gerade geöffnet worden war.

Hmmm … nun … was konnte ich daraus lernen? Ich lernte daraus, dass sich Hundebesitzer oft mehr darüber Gedanken machen, was sie ihrem Hund zu fressen geben, als darüber, was sie selber so in sich hinein werfen. Es hatte für mich den Anschein, dass sie ihrem Hund mehr Wert geben, als sich selbst. Was zum einen vielleicht damit zu tun haben könnte, dass sie ihren Vierbeiner mehr mögen als sich selber, oder auch dass der Tierarzt Geld kostet. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, dass jeder 5. Todesfall auf mangelhafte Ernährung zurückzuführen ist. Von den gesundheitlichen Folgen, bevor sich der Sargdeckel schließt, einmal ganz abgesehen.

Aus diesem Grund bin ich auch dafür, dass man den Gesundheitsbegriff abschafft. Warum? Weil sehr viele Menschen mit dem Gesundheitsbegriff und mit ihrer Gesundheit nichts anfangen können und sie keinen Grund sehen, gesund sein zu müssen oder zu wollen. Wir müssen Menschen ein Motiv geben und sie in ihrem Wertesystem abholen und unterstützen, und das ist: Geld zu sparen. Wir hacken auf Großkonzerne hin die in andere Länder gehen um Steuern zu sparen. So etwas sehe ich als völlig natürlich! Jede Biene nutzt ihr System! Wenn wir solche Systeme schaffen, darf man sich nicht wundern, wenn diese auch genützt werden!  Wir selbst sind da keinen Tick besser. Der Durchblicker und der Internetvergleich machen es ja möglich! Mit Verhaltensänderung durch Geld gibt man Menschen wieder einen Grund und gibt ihnen auch ihre Eigenverantwortung wieder. Sieh dir an, wie sich Menschen in unendlich langen Warteschlangen anstellen wenn etwas verbilligt ist. Ich bin zwar noch nirgends angestanden, aber ich nehme dabei auch mich selbst hin und wieder an der Nase. Selbstbehalt beim Arzt (und je mehr man seiner Gesundheit schadet mehr davon) und zum anderen alle, die bereits etwas für sich und ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun, unterstützen. Aber da schreit man dann ja wieder, dass die anderen bestraft werden. Finanzielle Unterstützung wie Superstars wie dich zum Beispiel. Würdest du dich nicht dafür interessieren noch besser oder gesünder zu sein, würdest du diesen Blogbeitrag wohl kaum lesen.

Ich halte nichts von Vorschriften und jeder soll das machen was er oder sie will. Jeder der seiner Gesundheit schadet, sollte aber dafür gerade stehen. Es ist für jeden demnach frei wählbar. Ich muss ja auch bezahlen, wenn ich zu schnell gefahren bin. Wir müssen Menschen Gründe geben, wenn sie z.B. aus der Kur nach Hause kommen, ihren Gesundheitsstatus beizubehalten. Sie vielleicht sogar damit belohnen, dass sie im Nachhinein nicht ihre Kurkosten zurückzahlen müssen, falls das nicht so ist. Lebensmittel die nicht gerade gesundheitsfördernd sind mehr besteuern, und gesunde Lebensmittel weniger. Das würde auch unseren Bauern wieder zugutekommen, wenn sie dadurch mehr für ihre guten Produkte bekommen. Es gäbe hierbei noch einige Ideen mehr. Ich persönlich finde es gut, wenn es einen Ärztemangel gibt. Warum? Weil Menschen wieder dabei unterstützt werden, Eigenverantwortung zu übernehmen und auf sich selbst schauen müssen. Nein, das ist kein Hinhauen auf die Ärzteschaft, nur für den Fall, dass sich die Esoteriker und Alternativler wieder die Hände reiben. Auch ich nehme eine Kopfwehtablette, wenn ich Schädelweh habe. Ich bediene mich nämlich beider Lager! Beide ergänzen sich hervorragend. Ich kenne auch hervorragende Ärzte so wie ich hervorragende Homöopathen oder Alternativheiler kenne.

Ich denke nicht in Schwarz oder Weiß, sondern in sowohl als auch. Natürlich kann man einwenden, aber da gibt es viele die nichts dafür können. Ja die gibt es! Und die gehören auch gezielt unterstützt. In sehr vielen Fällen jedoch, so ist meine Erfahrung, kommt dieser Einwand von Menschen, die noch nicht genug leiden, um etwas verändern zu wollen und vom jetzigen System profitieren, aber auch gleichzeitig darüber schimpfen. Jedoch wer profitiert momentan aus dem System? Die, so wie du, die etwas für sich tun und Eigenverantwortung besitzen, sind es jedenfalls nicht. Ich denke jedoch, dass ist so wie bei vielen Dingen: wenn man etwas will, dann wird man das auch schaffen. Ich würde es schaffen, und warum? Nicht weil ich so gut bin, da gibt es nämlich sehr viele andere und in anderen Gebieten auch bessere Experten als mich, sondern weil es mich nicht interessiert ob ich gewählt werden würde oder nicht und mittlerweile auch ganz gut damitzurecht komme, nicht ins System zu passen wo mich nicht ein jeder mag. Vergleichbar auch damit, dass es dem einen oder anderen sicher die Nackenhaare in die Höhe treiben wird, wenn sie diesen Blog lesen. Nein, das ist auch kein Hinhauen auf die Politik, ich finde sogar sie spiegelt genau unsere Gesellschaft bemerkenswert gut wieder. Und das meine ich weder gut noch schlecht. Wir mögen ja denjenigen am liebsten, der das sagt und vielleicht auch so denkt wie wir. 

Ich wohne in einem der schönsten und lebenswertesten Länder der Welt. Und wenn es der Preis ist, dass wir uns gesunde und ältere Menschen nicht leisten können, dann soll es so sein. Ansonsten kann ich mir keinen Reim daraus machen, warum rauchen (2. häufigste Todesursache Weltweit) nach wie vor unterstützt wird. Sind ja Wählerstimmen… Deswegen traut sich da auch keine einzige Partei drüber… Und da sind wir auch keinen Tick besser: “Das kann man doch nicht machen…” Das kann man doch nicht sagen…” Was würde der wohl denken.”… Diesbezüglich läuft das Marketing aber hervorragend, weil nur sehr wenige dahinter kommen. 

Gott sei Dank hat es aber auch jeder selbst in der Hand. Jedoch denke ich auch, dass gezieltere Unterstützung machbar wäre und Geld sogar einsparen würde, um gesündere und ältere Menschen zu unterstützen. Mit dem jetzigen System jedoch, wäre das nicht möglich. Es müssten grundlegende Veränderungen stattfinden. Jedoch Profiteure des jetzigen Systems werden sich da mit Hand und Fuß natürlich streuben… Man müsste halt nur wollen. Man würde sich dann wundern, was da soll alles möglich wäre…

Ja manche Systeme würden vielleicht zusammenbrechen, aber es würden andere entstehen. „Survival oft he fittest“ das hat auch schon Darwin gesagt. Und damit sind nicht die Stärksten gemeint. Sonst hätten ja die Dinos überlebt, könnte uns auch passieren. Das Hirn ein anderes Schicksal zu haben, hätten wir! Man müsste es halt wollen und etwas verändern. Und Veränderung ist halt schwer und es nicht zu wollen und die Schwierigkeit seinen Schatten dafür zu überspringen, ganz natürlich. Veränderung ist in der Natur immer mit Energieaufwand verbunden und deshalb tun auch wir uns so schwer. Genauso wie Selbstreflexion nicht natürlich ist. Aber ein bisschen was kann oder könnte uns ja auch von den Tierchen unterscheiden! Ich bin zum Beispiel jemand der immer das Gleiche und das „war schon immer so“ und „das ist doch normal“, nicht aushält. Das Einzige was für mich normal ist, ist das, was in der Natur vorkommt, es passt halt nur nicht in unser menschliches Verhalten und Weltbild, obwohl wir Teil von ihr sind!  Ich liebe Veränderung oder besser gesagt, ich freue mich auf das, was auf mich wartet, wenn ich meine Komfortzone verlasse. Das macht mich glücklich und ich hab das Gefühl, wenn es etwas gibt, warum wir Menschen hier auf der Welt sind, dann ist es genau diese Erfahrungen zu machen und sich selbst auszudrücken. Klingt geschwollen ich weiß… 

Wofür bist du angetreten? Was bedeutet für dich als Sportler Gesundheit? Warum kann es für dich so wichtig sein?

Dein Andreas

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